Archiv für den Monat: Oktober 2012


Es dürfte nun endlich losgehn

Kurzer Status…

Seit heute in der Früh, sind meine Brustwarzen ein wenig überempfindlich.

Ob das jetzt wegen den Hormonen ist oder wegen etwas anderen werde ich beobachten.

Anzeichen für die ersten medizinisch-körperlichen Veränderungen sind es normalerweise schon.

Doch jetzt einmal ausruhen, war viel zu lange arbeiten g

Und ab 22:00 Uhr sehe ich mir dann eine Doku/Serie, wie auch immer auf RTL2 an, mal sehn ob die nichts weggeschnitten haben um die Aussagen zu verfälschen und ein evtl. falsches Bild von Trans* Personen zu vermitteln.

Transgender – Mein Weg in den richtigen Körper


Sowas regt mich auf

Hallo meine Lieben!

Jetzt ist es wieder an der Zeit sich etwas von der Seele zu reden, bzw. hier zu schreiben.

In den letzten Tagen habe ich wieder vermehrt im Internet nach Beiträgen (Blogs, Foren) gesucht und dabei ist mir aufgefallen, dass viele post-operative Transsexuelle schreiben, dass Menschen, welche eine Personenstandsänderung durchführen lassen und Hormone nehmen oder nehmen möchten, auch eine Operation machen sollten.

Der Grund?

Nunja, diese Menschen sind anscheinend nach Ihrer OP zu der Erkenntnis gekommen, Leute doch wieder in Schubladen zu stecken. Eine Mensch mit weiblichen Namen und weiblichen offensichtlichem Aussehen, sollten untenrum auch eine snnähernd weibliche Anatomie haben.

Kann man nicht einfach so sein wie man sein möchte?
Was hat sich in den Köpfen von solchen Menschen abgespielt, dass sie oft eine 180 Grad-Wendung machen – Gedanklich.

Zuerst sind Sie froh darüber, dass es andere gibt wie sie selbst, die versuchen zu helfen.

Sobald sie dann aber alle „notwendigen“, wie ihr seht habe ich das extra unter Anführungszeichen gestellt weil es vollkommen individuell ist bzw. sein sollte, welche Schritte ein Mensch unternimmt um seinen Körper dem Bild von sich selbst anzugleichen, welches man selber im Kopf hat und anstrebt.

So … sobald sie dann aber alle „notwendigen“ – jetzt aber – Schritte durchgeführt haben, scheint es fast so, als vergessen sie, in welcher Situation sie sich selbst einmal befunden haben.

Ich bin absolute Verfechterin der Meinungsfreiheit, solange dies in einem normalen Umgangston geschieht.

Also, wer schreibt vor, welches optischen Veränderungen medizinischer Natur, gemacht werden sollten um dem gelebten kulturellen Geschlecht am ehesten zu entsprechen?

Ich finde, dass es jedem überlassen sein sollte, inwiefern wer was macht.

Wenn eine Transfrau Östrogene zu sich nimmt aber keinen Testosteronblocker, um evtl. die Funktionalität des männlcihen Gliedes aufrecht zu erhalten (Warnhinweis: Gegengeschlechtliche Hormone können immer zu einer gewissen Sterilität führen und haben durchaus auch andere Wirkungen welche größtenteils im Internet nachzulesen sind!) dann soll es so sein.

Nur weil man ein männliches genital hat heißt das noch lange nicht dass man auch ein Mann ist.

Über die Frage, was macht einen Menschen zu einem Mann oder einer Frau, kann man nicht diskutieren sondern nur philosophieren, weil es meiner Meinung nach keine enideutige Antwort gibt.

Für die eine Person ist es die Anatomie, für die andere, das gefühlte Geschlecht.
Für mich zum Beispiel war es auch nicht einfach festzustellen, was jetzt los ist, was mit mir geschieht, usw.

Ich habe für mich herausgefunden, dass ich mich mit meinen femininen Verhaltensweisen, und hier rede ich bitteschön nur von gesellschaftlich geprägten Verhaltensweisen, dem Empfinden, also wie ich andere Menschen und menie Umgebung, die Welt generell wahrnehme, sowie meinem Wunsch von meinem sozialen Umfeld als Frau erkannt und behandelt zu werden, selbst in das kulturelle Geschlecht der Frau „einordne“ und ich fühle mich gut dabei.

Das ist mein Weg! Ich habe mich dafür entschieden, mich nicht mehr zu verstecken sondern endlich ICH zu sein. Ich werde kein anderer Mensch, ich möchte auch keine Frau sein.

Ich möchte nur mein Erscheinungsbild, dem einer Frau angleichen, und sonst so bleiben wie ich bin.

Viele verstehen das nicht, auch wenn sie selbst betroffen sind. Ich halte nunmal nicht viel von Perrücken und Silikonbrüsten. Für mich wäre das wieder nur ein vorschwindeln falscher Tatsachen.

Ich bin wie ich bin. Ich bin auf meinem Weg der Veränderung. Und wer das nicht aktzeptiert braucht mich gar nicht anreden. ^^ ich lasse mich bestimmt auf keine Diskussion ein, weil das eh keinen Sinn hat.

Und Leute, weil ich grad dabei bin, habt ihr euch eigentlich schon einmal Gedanken gemacht wie unangenehm es ist, wenn man nach Hormonen, geschlechtsangleichender Operation, mediznischer Werdegang und Vergangenheit, uws. gefragt wird?

Frage ich euch, ob ihr mit euren Genitalien klar kommt oder wie der Geschlechtsverkehr für euch ist?

Das sind alles Themen, Dinge, …, über die man nicht einfach so spricht, es sei den die betroffene Person möchte darüber reden. Alles andere verletzt die Privatsphäre.

Was Privatsphäre? – Ja auch verbal kann man diese verletzen ^^ Wahnsinn, wie naiv manche Menschen doch sein können.

Das wollte ich jetzt noch loswerden, weil ich wirklich keine Lust habe, meine Meinung in einem der Foren zu posten, in denen ich die eine oder andere seltsame Aussage gelesen habe.
Der Grund ist bestimmt nicht, weil ich mich vor den Kommentaren und Antworten fürchte, gg sondern weil ich mich auf so ein Wortwechsel bestimmt nicht einlassen werde.
Solltet ihr dennoch den Wunsch haben euch dazu zu äußern, könnt ihr mir gerne Kommentare hinterlassen.

Wohlgemerkt: Werbung, Mobbing, Verhetzung, Beleidigungen und alle Kommentare, welche kein gewisses Mindest-Niveau haben werden vermutlicht gelöscht.

Da ich dies aber auch nicht so ohne weiteres machen werde, werde ich bestimmt zu den Kommentare Stellung nehmen. Freue mich über nette gespräche, neue Bekanntschaften und bitte lasst diesmal die perversen Fotos bei euch am Computer, ich brauch sie nun wirklich nicht.

(Rechtschreibfehler und evtl Grammatikfehler werden im Laufe der nächsten paar Mal durchlesen bestimmt ausgebessert ^^)
Glg eure Alex


Einleitung & Mein Weg

Hallo, liebe Interessierte!

Ich habe lange überlegt, wie mein erster Post aussehen soll, was er enthalten sollte und was ich durch ihn vermitteln möchte.

Im Endeffekt, habe ich mich dazu enschlossen meinen Gefühlen und Gedanken freuen Lauf zu lassen und schreibe zuerst einmal ein paar Zeilen über mich, meinen Weg und meine Ansichten.

Geboren wurde ich als Kind meiner Mutter und meines Vaters, ist ja wohl logisch. Im Zuge meiner genetischen Entwicklung bildeten sich männliche Körperteile und wurde daher, zwar nicht nach Plan aber immerhin, mit einem männlichen Körper geboren. Ich werde in meinen Beiträgen öfters einmal die Worte „genetisches“, „kulturelles“ bzw. „soziales“ Geschlecht und „Hirngeschlecht“ bzw. „inneres“ oder „gefühltes“ oder aber auch „gelebtes“ Geschlecht verwenden.

Was ich mit den diversen Bezeichnungen beschreiben möchte möge sich jeder selbst ausmahlen, wobei ich in meinen Beiträgen vermutlich oft etwas dazu schreiben werde.

 

Nun wieder zu mir…

In meiner Jugend habe ich schon gemerkt, dass irgend etwas nicht mit mir in Ordnung ist. Etwas war so, wie es nicht sein sollte. Jahrelang habe ich versucht herauszufinden was es ist, was mich so beschäftigt, oder mich dazu bringt immer mehr weibliche Züge anzunehmen. Oft habe ich versucht Gefühle und Verhaltensweisen bewusst zu unterbinden, zu verleugnen und dem entgegenzusteuern. Irgendwann, dank Internet laß ich zum ersten Mal über Transgender.

Ich wurde neugierig, verglich Erfahrungs- und Erlebnissberichte mit Teilen aus meinen eigenen Leben. Die Gefühle und das Verlangen optisch als Frau erkannt zu werden, wurden über die Jahre immer mehr und größer. Schlussendlich entschloss ich mich Abfang des Jahres 2012, also heuer, die Beratungsstelle Courage in Wien aufzusuchen.

Dank der wirklich kompetenten Menschen vorort, wurde mir schnell klar, dass ich mir einen proffesionellen Wegbegleiter in Form eines Therapeuten suchen musste. Ich bin froh, einen guten gefunden zu haben.

Durch seine teilweise provokativen Fragestellungen und der Aussagen die er getätigt hat um mich aus der Reserve zu locken, wurde mir bewusst was ich bin und wohin mich mein Weg führen wird. Im Laufe der nächsten Monate hatte ich mein „coming out“ im privaten und beruflichen Umfeld, gelangte zu mehr Selbstbewusstsein und Aktzeptierte mein Schicksal die Identität betreffend.

Ich entwickelte für mich eine Art Roadmap, die beinhalten sollte, in welchem Zeitraum ich welche Schritte auf dem Weg der „Transition“ bzw. Veränderung, machen werde.

 

Ein großes Ziel vor Augen: Endlich optisch Frau!

Tja, nun haben wir Ende Oktober.

 

Ich habe es geschafft durchzuhalten.
Mit der Unterstützung von Freunden, Familie, Kolleginnen und Kollegen in der Arbeit sowie meinem Therapeuten konnte ich nun endlich zu mir stehen und meinen Platz im Leben finden.

Seit Anfang Mai lebe ich auch beruflich optisch als Frau, quasi dem kulturellen Geschlecht welches meinem inneren Geschlecht am ehesten entspricht. – FRAU – Im September und Oktober bekam ich von einem klinischen Psychologen, einen Psychiater und meinem Therapeuten die Hormonfreigabe und konnte auch gleich einen Termin in der Hormonambulanz im AKH Wien Anfang Oktober wahrnehmen.

Und das ist derzeit mein Status: 17 Tage HET (Hormonersatztherapie) Beginn am 4. Oktober 2012

Es kann sein dass ich in meinen Posts auch ab und zu die Abkürzung HRT nutze, da dies dem Internationalen Standart enspricht und auf englisch „hormon replacement therapy“ heißt.

Ich denke ich werde jetzt doch nicht über meine Ansichten schreiben, da ich mit Sicherheit sagen kann, dass der Großteil meiner Beiträge sowieso meine Ansichten und meinen Charakter widerspiegeln werden.

Um diesen Beitrag jetzt noch abzuschließen, habe ich zwei Fotos.

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Das Erste zeigt mich zu Beginn meiner Veränderungen, also am Anfang meines neuen Lebensabschnittes. Das Zweite zeigt, wie ich derzeit aussehe.

 

Vielen Dank dass ihr meinen Blog besucht, schaut doch ab und zu einmal rein.

Glg eure Alexandra