Einleitung & Mein Weg


Hallo, liebe Interessierte!

Ich habe lange überlegt, wie mein erster Post aussehen soll, was er enthalten sollte und was ich durch ihn vermitteln möchte.

Im Endeffekt, habe ich mich dazu enschlossen meinen Gefühlen und Gedanken freuen Lauf zu lassen und schreibe zuerst einmal ein paar Zeilen über mich, meinen Weg und meine Ansichten.

Geboren wurde ich als Kind meiner Mutter und meines Vaters, ist ja wohl logisch. Im Zuge meiner genetischen Entwicklung bildeten sich männliche Körperteile und wurde daher, zwar nicht nach Plan aber immerhin, mit einem männlichen Körper geboren. Ich werde in meinen Beiträgen öfters einmal die Worte „genetisches“, „kulturelles“ bzw. „soziales“ Geschlecht und „Hirngeschlecht“ bzw. „inneres“ oder „gefühltes“ oder aber auch „gelebtes“ Geschlecht verwenden.

Was ich mit den diversen Bezeichnungen beschreiben möchte möge sich jeder selbst ausmahlen, wobei ich in meinen Beiträgen vermutlich oft etwas dazu schreiben werde.

 

Nun wieder zu mir…

In meiner Jugend habe ich schon gemerkt, dass irgend etwas nicht mit mir in Ordnung ist. Etwas war so, wie es nicht sein sollte. Jahrelang habe ich versucht herauszufinden was es ist, was mich so beschäftigt, oder mich dazu bringt immer mehr weibliche Züge anzunehmen. Oft habe ich versucht Gefühle und Verhaltensweisen bewusst zu unterbinden, zu verleugnen und dem entgegenzusteuern. Irgendwann, dank Internet laß ich zum ersten Mal über Transgender.

Ich wurde neugierig, verglich Erfahrungs- und Erlebnissberichte mit Teilen aus meinen eigenen Leben. Die Gefühle und das Verlangen optisch als Frau erkannt zu werden, wurden über die Jahre immer mehr und größer. Schlussendlich entschloss ich mich Abfang des Jahres 2012, also heuer, die Beratungsstelle Courage in Wien aufzusuchen.

Dank der wirklich kompetenten Menschen vorort, wurde mir schnell klar, dass ich mir einen proffesionellen Wegbegleiter in Form eines Therapeuten suchen musste. Ich bin froh, einen guten gefunden zu haben.

Durch seine teilweise provokativen Fragestellungen und der Aussagen die er getätigt hat um mich aus der Reserve zu locken, wurde mir bewusst was ich bin und wohin mich mein Weg führen wird. Im Laufe der nächsten Monate hatte ich mein „coming out“ im privaten und beruflichen Umfeld, gelangte zu mehr Selbstbewusstsein und Aktzeptierte mein Schicksal die Identität betreffend.

Ich entwickelte für mich eine Art Roadmap, die beinhalten sollte, in welchem Zeitraum ich welche Schritte auf dem Weg der „Transition“ bzw. Veränderung, machen werde.

 

Ein großes Ziel vor Augen: Endlich optisch Frau!

Tja, nun haben wir Ende Oktober.

 

Ich habe es geschafft durchzuhalten.
Mit der Unterstützung von Freunden, Familie, Kolleginnen und Kollegen in der Arbeit sowie meinem Therapeuten konnte ich nun endlich zu mir stehen und meinen Platz im Leben finden.

Seit Anfang Mai lebe ich auch beruflich optisch als Frau, quasi dem kulturellen Geschlecht welches meinem inneren Geschlecht am ehesten entspricht. – FRAU – Im September und Oktober bekam ich von einem klinischen Psychologen, einen Psychiater und meinem Therapeuten die Hormonfreigabe und konnte auch gleich einen Termin in der Hormonambulanz im AKH Wien Anfang Oktober wahrnehmen.

Und das ist derzeit mein Status: 17 Tage HET (Hormonersatztherapie) Beginn am 4. Oktober 2012

Es kann sein dass ich in meinen Posts auch ab und zu die Abkürzung HRT nutze, da dies dem Internationalen Standart enspricht und auf englisch „hormon replacement therapy“ heißt.

Ich denke ich werde jetzt doch nicht über meine Ansichten schreiben, da ich mit Sicherheit sagen kann, dass der Großteil meiner Beiträge sowieso meine Ansichten und meinen Charakter widerspiegeln werden.

Um diesen Beitrag jetzt noch abzuschließen, habe ich zwei Fotos.

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Das Erste zeigt mich zu Beginn meiner Veränderungen, also am Anfang meines neuen Lebensabschnittes. Das Zweite zeigt, wie ich derzeit aussehe.

 

Vielen Dank dass ihr meinen Blog besucht, schaut doch ab und zu einmal rein.

Glg eure Alexandra

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