Archiv für den Monat: Dezember 2013


13 Tag nach der Operation 2

Hallo meine Lieben!

 

Da heute wieder ein wichtiger Termin in der Heilungsphase ansteht, wollte ich noch kurz einen aktuellen Status posten.

Wie schon bereits gesagt, steht heute ein wichtiger Termin bei Dr. Angel an.

Am frühen Nachmittag werde ich bei ihm in der privat Ordination zur Nachkontrolle und eventuellem Klammernziehen erscheinen.

 

Doch vorab möchte ich einen kurzen aktuellen Status posten um euch auf dem Laufenden zu halten, wie es mir geht und wie der Prozess der Heilung voran geschritten ist.

 

Prinzipiell läuft es auf der Toilette immer besser. Ein bisschen Druck kann ich schon ausüben und der Strahl wird immer mehr zum Strahl. Ich meine damit, dass nicht mehr so viel nass wird 😉

 

Die Wunde scheint gut zu heilen. Es juckt immer mehr und drückt noch immer. Hämatome scheine ich derzeit noch keine zu haben. Zumindest schillert noch nichts in den typischen Farben.

 

Wenn ich mit einem Spiegel nachsehe, schaut ist immer noch ziemlich chaotisch und brutal aus. Das Wundsekret ist manchmal mehr und manchmal weniger. Beim gründlichen Reinigen fällt es mir dann immer wieder auf, dass viel bräunlicher Schleim heraus kommt. Auch auf der Kompresse sieht es meist übel aus, vor allem nach der Nacht.

 

Ich bin schon ziemlich gespannt, was der Chirurg heute bei der Kontrolle sagen wird.

Auch wenn ich weiß, dass man zur Zeit nur abwarten kann, mache ich mir doch ein wenig Sorgen, ob alles gut verheilt.

 

Naja, wir werden sehen …

 

XoXo

Eure Alex


7 Tag nach der Operation 1

Hallo meine Lieben!

 

Es ist wieder so weit. Ein neuer Tag ist angebrochen und eine neue Mini-Story über diesen besonderen Tag erwartet euch.

Wie bereits in Facebook angekündigt möchte ich euch heute ein paar Eindrücke vermitteln wie es mir nun mit den bisherigen Veränderungen geht. Vor allem der Toilettengang ist ein ganz besonderes Gefühl für mich welches ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.

 

Damit ihr ebenfalls ein Gefühl dafür bekommt wie es mir in etwa geht werde ich einen Vergleich zu meinem damaligen Unterleib ziehen.

 

Wie fing der Tag an?

 

Los ging es natürlich mit dem morgentlichen Wecken und einem netten Ausflug auf die Krankenhaus-Toilette.

Die Visite kam an diesem Tag etwas später und leider war Oberarzt Dr. Angel nicht dabei.

 

Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich den Cystofix einen weiteren Tag in mir behalten und ich, trotz quasi nicht vorhandenden Restharns, noch einen Tag länger in den engen Gemäuern der Rudolfstifung verbleiben müsste.

 

Glücklicherweise entschied der andere Oberarzt, dass der Cystofix dennoch entfernt werden konnte und ich nach Hause gehen durfte. So geschah es dann auch.

 

Nachdem ich dann noch ein paar Minuten, welche mir wie eine Ewigkeit vor kamen, auf meine Schwester gewartet hatte, ging die fantastische Fahrt im Auto über „Stock und Stein“ in Richtung Heimat.

 

Mit ein paar Ausnahmen verlief die Fahrt recht angenehme, auch ohne Sitzring.

 

Zuhause angekommen, muss ich dann gleich wieder auf die Toilette. Langsam aber sicher bekomme ich es doch noch heraus wann der Druck von der Wunde und wann von der gefüllten Blase kommt *g*

 

Und jetzt zu etwas, was bestimmt einige interessieren dürfte: Der Vergleich!

(Anmerkung: Die folgende Schilderung entspricht meiner persönlichen Erfahrung und kann nicht mit anderen 1:1 verglichen werden)

 

Mit dem männlichen Genital zu pinkeln war doch ganz anders, auch im sitzen. Zuerst kam einmal ein konzentrierter starker Strahl Harn aus der verlängerten, manchmal auch gut durchbluteten, „Röhre“ mit kleinen Unterbrechungen. Den Abschluss bildete meistens das so genannte Abschütteln und ein eventuelles reinigen wenn nicht alles so sauber war.

 

Mit dem weiblichen Anatomie zu pinkeln ist doch viel unkomplizierter, es sei denn man hat, so wie ich nach der Operation, einige Reinigungsrituale zu befolgen. Höschen runter, hinsetzen, Wasser lassen, abwischen, fertig.

 

Bei mir läuft es derzeit ähnlich.

 

Zuerst das Höschen runter, dann die Kompresse mit dem Wundsekret raus, hinsetzen und fließen lassen. Evtl. musste man mit ein wenig Druck den Startschuss geben. Anfangs konnte ich noch nicht einmal fühlen wo genau der Harn jetzt austrat. Es wurde einfach alles warm und nass unten rum. Mittlerweile pritschelt es auch nicht mehr so stark und ich kann schon etwas besser fühlen wo nun genau das „Wasser“ entweicht. Abschließend das Reinigungsritual. Trocken erstmal abtupfen, da doch noch einiges auf die Po-Backen geht,  und evtl. Po naja auswischen ^^. Dann Küchenrolle anfreuchten und Wunde tupfend reinigen, damit sich nichts entzündet und keine Bakterien Schaden verursachen können. Dann alles kurz wieder trocknen, Kompresse rein, Höschen rauf und fertig.

 

Ist etwas anstrengend, aber es wird von Tag zu Tag besser.

 

Jetzt ist es vielleicht noch ein Mehraufwand, aber ich weiß dass ich in kürze endlich mal schneller beim Pinkeln sein kann als mein altes Ich bzw. mein jetziges Ich mit meinem „Geburtsfehler“ vor der Operation.

 

*freu*

 

Besserung ist in Sicht!

 

Wünsche euch einen schönen Abend lasst es euch gut gehen.

XoXo eure Alex


4-6 Tage nach der Operation

Hallo meine Lieben!

 

Wieder sind ein paar Tage vergangen.

Da sich am Wochenende nicht so viel verändert hat möchte ich vorwiegend über den siebenten Tag nach der Operation berichten, den Montag der die weitere Vorgehensweise des Krankenhauses entschied.

Samstag und Sonntag waren recht langweilig. Besuch bekam ich nur von einer Freundin und sonst hat sich auch nichts getan.

Nur herum liegen, spazieren gehen, durch den Schlauch pinkeln und Stuhl auf der Toilette abgeben.

 

Da Freitag ja der Druckverband weg kam, blieben noch der Katheter um zu verhindern dass sich die Harnröhre verengt, der Cystofix und ein 10 Meter langer Verband im inneren der Neovagina.

 

Montag war dann der entscheidende Tag für mich und für das Krankenhaus(-personal).

 

Morgens wurde der Katheter entfernt und der Verband aus meinem Inneren entnommen.

 

Zitat von Dr. Angel (beim Herausziehen): „Am Ende kommt ein Kaninchen raus“ 😉

 

Danach fühlte ich mich noch etwas freier. Ein weiter Druck wurde mir genommen.

Ab jetzt hieß es dann, selbstständig pinkeln, dazu wurde der Cystofix noch gestoppelt.

Nach jedem Toilettengang musste ich dann den Stoppel entfernen und die Restharnmenge messen.

 

Mir wurde dabei gesagt, dass alles über 100ml nicht gut ist, und alles darunter besser.

Wenn fast nichts mehr heraus kommt, wäre es perfekt. Um einmal zu nennen wie es etwa bei mir war … ich hatte im schnitt ein paar Tropfen bis 5ml Restharn.

 

Gute Zeichen!!!!

 

Dr. Angel und das Personal meinten, wenn die Restharnmenge passt und das Blutbild auch gut aussieht, kann ich am Dienstag nach Hause.

 

*freu*

 

Abends wollten sie mir dann das Urinsackerl wieder am Cystofix anschließen, damit ich nachts meine Blase nicht zu sehr beanspruchen konnte.

 

Naja, einschlafen konnte ich dadurch auch nicht, nach nicht einmal einer Stunde wurde er wieder gestoppelt und ich fühlte mich gleich besser.