Geschlechtsangleichende Operation


5 Monate nach der OP – Abschließende Kontrollen 3

Hallo meine Lieben!

 

Lange ist es her, da hatte ich mir vorgenommen öfters einen Beitrag zu verfassen.

Nun ja, so einfach ist das gar nicht. Aber ich gebe mir Mühe euch wirklich auch dem Laufenden zu halten.

Diesen Post möchte ich den letzten Entwicklungen meiner operativen Angleichung widmen.

Nachdem ich öfters ein Ziehen im Inneren gefühlt habe, bildete ich mir ein dass mein neues heißgeliebtes Teil am Zuwachsen sein könnte. So fiberte ich meiner aller ersten gynäkologischen Untersuchung entgegen.

 

Am 23. April war es dann so weit. Die durchführende Ärztin Fr. Dr. Kaufmann, war meine erste Wahl und für diese Kontrolle vermutlich auch die Beste. Schließlich hat sich bisher nicht nur ein Operationsergebnis gesehen und auch viel Erfahrung als Frauenärztin.

 

Zuerst die objektive Beurteilung nach dem Äußeren:

Auf dem ersten Blick nicht von einer natürlich gewachsenen Vagina zu unterscheiden. Die Wunden sind gut verheilt nur zwei große Narben in V-Form werden immer zu sehen sein und das ziemlich deutlich. Die Größe und Proportionen sind normal, nichts hängt oder spannt.

 

Die genauere Beurteilung nach dem Abtasten:

Der „Kanal“ und die Öffnung sind in einer guten Form und Ausrichtung, sodass derzeit ganz normal Geschlechtsverkehr möglich wäre ohne sich irgendwie verrenken oder andere, nicht übliche Praktiken anwenden zu müssen.

 

Abstrich wurde natürlich auch gemacht:

Nicht das Beste Ergebnis, aber schon einmal ein Anfang. Habe ein Rezept für ein Antibiotikum bekommen, welches helfen soll die Flora auf ein gutes Maß zu bringen. Ergänzt durch die tägliche Einnahme von Ombé (vermehrungsfähige Milchsäurebakterien für die Frau) wird das schon klappen.

 

Für mich ein ausgezeichneter Befund.

 

Am 28. April war ich dann auch beim Chirurgen Dr. Angel um auch bei ihm die abschließende Kontrolle durchführen zu lassen. Ich habe ihm beschrieben, dass ich ab und zu ein ziehendes Gefühl spüre aber sonst alles in Ordnung sei.

Er hat gleich mal alles abgetastet und die Gegend um das Operationsgebiet genauer in Augenschein genommen.

Für ihn ist die Operation gelungen. Keine Naht aufgegangen, keine Überbleibsel, nichts hängt und nichts spannt.

Eine weiße Stelle gibt es, die aber normal zu sein scheint, da gewisse Bereiche ziemlich empfindlich sind, und sich schon bei Kleinigkeit wund scheuern können (zB. Unterwäsche mit einer Mittelnaht)

 

Ich bekam noch die Empfehlung mich einmal im Jahr bei ihm zu melden und über Veränderungen und/oder Wohlbefinden zu berichten.

 

Auch dieser Befund entsprach ganz meinen Vorstellungen 😉

 

Somit kann ich abschließend sagen, dass die Operation durchaus anstrengend war, jedoch nie schmerzen bereitet hat und auch das optische Ergebnis wirklich hervorragend geworden ist.

 

Wenn ihr diesbezüglich mehr wissen möchtest, bitte ich euch mich persönlich zu kontaktieren, da ich aus diversen Gründen nicht alles in meinem Blog veröffentlichen werde.

 

 

Nun wünsche ich euch einen schönen Feiertag und ein geruhsames Wochenende.

XoXo eure Alex


4 Monate nach der OP

Hallo meine Lieben!

 

Vier Monate ist die große Operation nun her. Jetzt möchte ich euch paar kleine Veränderungen, welche seither eingetreten sind, näher bringen.

Der Heilungsfortschritt

 

Nachdem ich etwas zu früh wieder mit dem Sport begonnen habe, hatte sich die teilweise neu gebildete Hautschicht im vorderen Operationsgebiet abgelöst. Schmerzen hatte ich dadurch zwar keine, dennoch war es etwas unangenehm und hat ab und zu auch ganz leicht geblutet.

Als Folge darauf habe ich beschlossen ein paar Wochen komplett auf vermehrte körperliche Anstrengung und erhöhte Bewegungsabläufe (Joggen, Agility, …) zu verzichten.

Nach etwa vier-wöchiger Sport-Abstinenz ließ ich die „Gegend“ von meiner Hausärztin kontrollieren, welche mir versicherte, dass von nun an die sportliche Betätigung meine Wundheilung nicht mehr beeinträchtigen würde.

 

Das Innenleben

 

Ich schreibe es einfach einmal kurz und knapp. Mit der inneren Heilung bin ich noch nicht so zufrieden, werde aber weiterhin mein bestes geben um diesen Prozess zu unterstützen. Genauer möchte ich an dieser Stelle nichts beschreiben, da es doch sehr intim/privat ist, und dieser Blog schließlich auch von ALLEN gelesen werden kann.

 

Mein Gewicht

 

Das leidige Thema.

Seit der Operation habe ich definitiv mehr zugenommen als davor. Auch wenn ich die Östrogen-Dosis etwa die selbe ist, scheint die Umwandlung von Muskel- zu Fettgewebe und die gleichzeitige Vermehrung der Fettzellen besser zu funktionieren als je zuvor.

Ich hoffe, dass ich das bald in den Griff bekomme. Fühle mich schon etwas unwohl.

 

Mein Lieblingsthema

 

Shooooooppen 😉

Enge Jeans und Unterwäsche kaufen, macht nicht nur total Spaß, auch das tragen derselben und das Gefühl, dass endlich nichts mehr im Weg steht bzw. alles seine Richtigkeit hat, ist wirklich toll.

Nachdem ich nach der geschlechtsangleichenden Operation etwa 3 1/2 Monate quasi durchgehend dicke Binden getragen habe um die Haut, Wunde und empfindlichen Stellen zu schonen, ist es mir anfänglich recht schwer gefallen auf „Normalbetrieb“ umzustellen. Mittlerweile klappt es jedoch schon ziemlich gut. Manchmal ist es beim Sitzen noch etwas unangenehm, wenn dann die Wäsche etwas stärker auf die empfindlichen Stellen einwirkt, jedoch denke ich, dass dies nur eine Frage der Gewöhnung ist.

 

Wie geht’s weiter?

 

In etwa einem Monat habe ich die gynäkologische Begutachtung bzw. Kontrolle, welche ich mir schon seit längerem wünsche. Danach werde ich den Chirurgen Dr. Angel noch einmal in seiner Praxis aufsuchen um die abschließende Kontrolle, mit Berücksichtigung der gyn. Befunde, durchzuführen.

 

Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und wünsche euch ein schönes Wochenende.

XoXo eure Alex


Fortschritte im neuen Jahr 2

Hallo meine Lieben!

Das neue Jahr hat begonnen und ich möchte euch über die Fortschritte der letzten Wochen berichten.

Die Kontrolle und das Entfernen der Klammern bei Dr. Angel verlief in etwa so, wie ich es mir gedacht habe.
Ich kam relativ schnell dran und musste mich nicht auf den unbequemen Stuhl setzen. Nachdem mir das Sitzen immer noch unangenehm war, war ich recht froh darüber. Nach meinem Aufruf wurde ich freundlich begrüßt und wir kamen direkt zur Sache. So legte ich mich auf die Behandlungsliege fingen an mit der Prozedur.
Eine Klammer nach der Anderen wurde nun vom Herrn Doktor entfernt.

 

Es zwickte ein wenig.

 

Zwei Klammern waren extrem widerspenstig und hatten sich verdreht. Leute ich kann euch sagen, bis auf die beiden Klammern die wirklich schmerzten, lief alles reibungslos und schmerzlos ab.
Die Wunde schien gut zu heilen, die Nähte sahen auch gut aus nun wollte er sich noch dem „Innenleben“ widmen. Kurz ein Gleitmittel auf den Finger und ab damit in die tiefsten Tiefen *g*
„Das Ende kann ich nicht spüren, sieht gut aus.“ teilte er mir sogleich mit.

Ich war froh über die Einschätzung.

Anschließend brachte mich meine Schwester wieder nach Hause, wo ich mich gleich wieder niederlegte um mich von den Strapazen zu erholen.

Ich werde oft gefragt ob ich Schmerzen hatte.
Nun ja, Schmerzen hatte ich nur bei den zwei Klammern die nicht entfernt werden wollten, sonst nicht. Es war eher wie ein Muskelkater. Viele Bereiche waren noch geschwollen und ziemlich taub. Ein unangenehmes Gefühl bei gewissen Bewegungsabläufen.

In den ersten Wochen nach der Operation, verbrachte ich sehr viel Zeit im Bett. Ab dem Zeitpunkt als ich das erste mal ausserhalb der eigenen vier Wände unterwegs war, ging es dann schon bergauf.
Wenn ich mich zu sehr auf eine Bewegung konzentrierte und unangenehme Gefühle erwartete, dann traten diese auch ein. Als ich anfing Bewegungen wieder zu automatisieren, war es ganz natürlich und auch nicht mehr so unangenehm.
Vor allem das Aufstehen, Hinsetzen und im Sitzen das Vorbeugen liefen nicht so reibungslos ab.

Heute klappt das meiste schon so wie vor der Operation. Nur beim Sitzen habe ich immer noch unangenehme Empfindungen zwischen den Beinen.

Mir fällt gerade ein, dass der liebe Herr Doktor leider eine Klammer vergessen hatte zu entfernen, so musste ich dies bei meiner Hausärztin nachholen. Kann passieren 😐
Die blauen Nähte lösten sich innerhalb der ersten fünf Wochen nach der Operation von selbst auf und ich muss sagen, ich bin froh darüber dass dies solange gedauert hat, da ich ständig die Angst hatte, dass vielleicht eine Nahtstelle aufgehen könnte.

Auch hatte ich lange Zeit eine ziemlich dicke Fibrinschicht die etwas ekelhaft aussah. Alles ganz normal. Ich gab dem Ganzen Zeit zu heilen, und schon war die Schicht weg und die Haut begann mit der nächsten Heilungsphase.

Mittlerweile ist die Heilung weit fortgeschritten und es sieht auch Alles recht gut aus. Ein paar rote Stellen sind noch vorhanden und die wenigen durchsichtigen und drahtigen Nähte, welche weiter innen liegen, sollten sich auch innerhalb der nächsten 200-230 Tage auflösen.
Die Taubheit weicht immer weiter einem normalen Gefühl und der Alltag kehrt auch wieder ein. Zumindest seit dem ich wieder selber mit dem Auto unterwegs sein kann.

Nächste Woche habe ich wieder Blutabnahme im AKH und Befundbesprechung sowie meine erste gynäkologische Kontrolle.
Ich bin wirklich schon gespannt ob innen auch alles gut heilt.

Nun, das war es wieder von mir.
Ich wünsche euch allen noch ein frohes neues Jahr. Möge das Glück auf eurer Seite sein.

XoXo eure Alex


13 Tag nach der Operation 2

Hallo meine Lieben!

 

Da heute wieder ein wichtiger Termin in der Heilungsphase ansteht, wollte ich noch kurz einen aktuellen Status posten.

Wie schon bereits gesagt, steht heute ein wichtiger Termin bei Dr. Angel an.

Am frühen Nachmittag werde ich bei ihm in der privat Ordination zur Nachkontrolle und eventuellem Klammernziehen erscheinen.

 

Doch vorab möchte ich einen kurzen aktuellen Status posten um euch auf dem Laufenden zu halten, wie es mir geht und wie der Prozess der Heilung voran geschritten ist.

 

Prinzipiell läuft es auf der Toilette immer besser. Ein bisschen Druck kann ich schon ausüben und der Strahl wird immer mehr zum Strahl. Ich meine damit, dass nicht mehr so viel nass wird 😉

 

Die Wunde scheint gut zu heilen. Es juckt immer mehr und drückt noch immer. Hämatome scheine ich derzeit noch keine zu haben. Zumindest schillert noch nichts in den typischen Farben.

 

Wenn ich mit einem Spiegel nachsehe, schaut ist immer noch ziemlich chaotisch und brutal aus. Das Wundsekret ist manchmal mehr und manchmal weniger. Beim gründlichen Reinigen fällt es mir dann immer wieder auf, dass viel bräunlicher Schleim heraus kommt. Auch auf der Kompresse sieht es meist übel aus, vor allem nach der Nacht.

 

Ich bin schon ziemlich gespannt, was der Chirurg heute bei der Kontrolle sagen wird.

Auch wenn ich weiß, dass man zur Zeit nur abwarten kann, mache ich mir doch ein wenig Sorgen, ob alles gut verheilt.

 

Naja, wir werden sehen …

 

XoXo

Eure Alex


7 Tag nach der Operation 1

Hallo meine Lieben!

 

Es ist wieder so weit. Ein neuer Tag ist angebrochen und eine neue Mini-Story über diesen besonderen Tag erwartet euch.

Wie bereits in Facebook angekündigt möchte ich euch heute ein paar Eindrücke vermitteln wie es mir nun mit den bisherigen Veränderungen geht. Vor allem der Toilettengang ist ein ganz besonderes Gefühl für mich welches ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.

 

Damit ihr ebenfalls ein Gefühl dafür bekommt wie es mir in etwa geht werde ich einen Vergleich zu meinem damaligen Unterleib ziehen.

 

Wie fing der Tag an?

 

Los ging es natürlich mit dem morgentlichen Wecken und einem netten Ausflug auf die Krankenhaus-Toilette.

Die Visite kam an diesem Tag etwas später und leider war Oberarzt Dr. Angel nicht dabei.

 

Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich den Cystofix einen weiteren Tag in mir behalten und ich, trotz quasi nicht vorhandenden Restharns, noch einen Tag länger in den engen Gemäuern der Rudolfstifung verbleiben müsste.

 

Glücklicherweise entschied der andere Oberarzt, dass der Cystofix dennoch entfernt werden konnte und ich nach Hause gehen durfte. So geschah es dann auch.

 

Nachdem ich dann noch ein paar Minuten, welche mir wie eine Ewigkeit vor kamen, auf meine Schwester gewartet hatte, ging die fantastische Fahrt im Auto über „Stock und Stein“ in Richtung Heimat.

 

Mit ein paar Ausnahmen verlief die Fahrt recht angenehme, auch ohne Sitzring.

 

Zuhause angekommen, muss ich dann gleich wieder auf die Toilette. Langsam aber sicher bekomme ich es doch noch heraus wann der Druck von der Wunde und wann von der gefüllten Blase kommt *g*

 

Und jetzt zu etwas, was bestimmt einige interessieren dürfte: Der Vergleich!

(Anmerkung: Die folgende Schilderung entspricht meiner persönlichen Erfahrung und kann nicht mit anderen 1:1 verglichen werden)

 

Mit dem männlichen Genital zu pinkeln war doch ganz anders, auch im sitzen. Zuerst kam einmal ein konzentrierter starker Strahl Harn aus der verlängerten, manchmal auch gut durchbluteten, „Röhre“ mit kleinen Unterbrechungen. Den Abschluss bildete meistens das so genannte Abschütteln und ein eventuelles reinigen wenn nicht alles so sauber war.

 

Mit dem weiblichen Anatomie zu pinkeln ist doch viel unkomplizierter, es sei denn man hat, so wie ich nach der Operation, einige Reinigungsrituale zu befolgen. Höschen runter, hinsetzen, Wasser lassen, abwischen, fertig.

 

Bei mir läuft es derzeit ähnlich.

 

Zuerst das Höschen runter, dann die Kompresse mit dem Wundsekret raus, hinsetzen und fließen lassen. Evtl. musste man mit ein wenig Druck den Startschuss geben. Anfangs konnte ich noch nicht einmal fühlen wo genau der Harn jetzt austrat. Es wurde einfach alles warm und nass unten rum. Mittlerweile pritschelt es auch nicht mehr so stark und ich kann schon etwas besser fühlen wo nun genau das „Wasser“ entweicht. Abschließend das Reinigungsritual. Trocken erstmal abtupfen, da doch noch einiges auf die Po-Backen geht,  und evtl. Po naja auswischen ^^. Dann Küchenrolle anfreuchten und Wunde tupfend reinigen, damit sich nichts entzündet und keine Bakterien Schaden verursachen können. Dann alles kurz wieder trocknen, Kompresse rein, Höschen rauf und fertig.

 

Ist etwas anstrengend, aber es wird von Tag zu Tag besser.

 

Jetzt ist es vielleicht noch ein Mehraufwand, aber ich weiß dass ich in kürze endlich mal schneller beim Pinkeln sein kann als mein altes Ich bzw. mein jetziges Ich mit meinem „Geburtsfehler“ vor der Operation.

 

*freu*

 

Besserung ist in Sicht!

 

Wünsche euch einen schönen Abend lasst es euch gut gehen.

XoXo eure Alex