Geschlechtsangleichende Operation


4-6 Tage nach der Operation

Hallo meine Lieben!

 

Wieder sind ein paar Tage vergangen.

Da sich am Wochenende nicht so viel verändert hat möchte ich vorwiegend über den siebenten Tag nach der Operation berichten, den Montag der die weitere Vorgehensweise des Krankenhauses entschied.

Samstag und Sonntag waren recht langweilig. Besuch bekam ich nur von einer Freundin und sonst hat sich auch nichts getan.

Nur herum liegen, spazieren gehen, durch den Schlauch pinkeln und Stuhl auf der Toilette abgeben.

 

Da Freitag ja der Druckverband weg kam, blieben noch der Katheter um zu verhindern dass sich die Harnröhre verengt, der Cystofix und ein 10 Meter langer Verband im inneren der Neovagina.

 

Montag war dann der entscheidende Tag für mich und für das Krankenhaus(-personal).

 

Morgens wurde der Katheter entfernt und der Verband aus meinem Inneren entnommen.

 

Zitat von Dr. Angel (beim Herausziehen): „Am Ende kommt ein Kaninchen raus“ 😉

 

Danach fühlte ich mich noch etwas freier. Ein weiter Druck wurde mir genommen.

Ab jetzt hieß es dann, selbstständig pinkeln, dazu wurde der Cystofix noch gestoppelt.

Nach jedem Toilettengang musste ich dann den Stoppel entfernen und die Restharnmenge messen.

 

Mir wurde dabei gesagt, dass alles über 100ml nicht gut ist, und alles darunter besser.

Wenn fast nichts mehr heraus kommt, wäre es perfekt. Um einmal zu nennen wie es etwa bei mir war … ich hatte im schnitt ein paar Tropfen bis 5ml Restharn.

 

Gute Zeichen!!!!

 

Dr. Angel und das Personal meinten, wenn die Restharnmenge passt und das Blutbild auch gut aussieht, kann ich am Dienstag nach Hause.

 

*freu*

 

Abends wollten sie mir dann das Urinsackerl wieder am Cystofix anschließen, damit ich nachts meine Blase nicht zu sehr beanspruchen konnte.

 

Naja, einschlafen konnte ich dadurch auch nicht, nach nicht einmal einer Stunde wurde er wieder gestoppelt und ich fühlte mich gleich besser.


3 Tag nach der Operation

Hallo meine Lieben!

 

Der dritte Tag nach der Operation war angebrochen und ich war ziemlich nervös …

An diesem Tag wurde der nächste Schritt in dem Prozess nach der OP veranlasst.

Der Druckverband, welcher doch ein wenig drückte, kam herunter.

 

Zimperlich war Dr. Angel dabei allerdings nicht. Innerhalb von nur zwei Minuten waren die Klebestreifen gelöst und mir wurde der Druck von der operierten Region genommen.

 

Leider hat sich auch ein wenig Haut an meinem Po mit einem der Streifen gelöst und brennt ein wenig. Aber da muss ich wohl durch.

 

Da jetzt der Verband unten ist, konnte ich mich schon etwas freier und ungezwungener bewegen.

Kein Abrollen über die Bettkante mehr und auch das Sitzen ging von Stunde zu Stunde besser.

 

Diesen Freitag entschloss ich mich im Krankenhaus noch den, zur Verfügung gestellten, Sitzring zu nutzen.

Auch das Stuhl abgeben ging etwas besser. Ich musste nur darauf achten, dass ich immer genug trank, sodass der Stuhl nicht zu hart wurde.

 

Ansonsten war ich schon fleißig am Gang unterwegs und versuchte meinen Kreislauf in Schwung zu bringen.

 

Nach diesem anstrengenden und aufregenden Tag konnte ich das erste Mal seit der OP wieder gut schlafen.


1-2 Tage nach der OP 1

Hallo meine Lieben!

 

Die ersten beiden Tage nach der Operation lassen sich in wenige Worte fassen.

Körperlich war ich mit meinen Kräften am Ende.

Eine Müdigkeit hatte sich in mir breit gemacht, wie man es schwer beschreiben kann.

 

Müde – von was eigentlich???

 

Bei der Visite bekam ich dann die Antwort. Ich hatte etwas mehr Blut verloren als normal, aber nicht lebensbedrohlich.

Das ist auch der Grund für meine Müdigkeit.

 

So bekam ich nachträglich doch noch zwei Blutkonserven.

 

 

Dann kam der Abend und es wurde Nacht und ich schlief, wie so viele Male in dieser Woche 😉


Tag der Operation 3

Hallo meine Lieben!

 

Die Operation rückte immer näher.

Schlafen konnte ich in der vergangenen Nacht nicht gut. Viel ging mir durch den Kopf.

 

Ist es eine gute Idee die Operation zu machen und dann mit Schmerzen herum zu liegen?

Was ist mit den Risiken?

 

Ich habe mich dazu entschlossen die OP nicht abzusagen, da ich mich sonst in ein paar Tagen sehr geärgert hätte.
So bekam ich also in der Früh die kleine Tablette, welche eh so berühmt und als LMAA-Tablette („Leck-Mich-Am-Arsch“-Tablette) bekannt ist.

 

Eine gefühlte Stunde später wurde ich, im Bett liegend, in das Erdgeschoss vor den Operationssaal gebracht.

Wenn ich mich so zurück erinnere, dann weiß ich nur mehr teilweise wie ich dort hin gekommen bin.

 

Ich kann mich dann aber auch noch erinnern, dass im Vorbereitungsraum ein Mann mit einem Bart war, der meinte „in ein paar Minuten haben Sie mich eh wieder vergessen“.

 

Tja, ich weiß immer noch wie du aussiehst, zumindest ein bisschen 😉

 

Dann kann ich mich noch an ein paar andere Leute erinnern, unter anderem an eine Freundin und Medizinstudentin und an Dr. Angel natürlich auch noch.

 

Die nächsten Erinnerungen sind dann schon vom Aufwachraum. Ich hatte einen ziemlichen Druck unten rum. Und hatte die ganze Zeit das Gefühl auf die Toilette zu müssen.

 

Sauerstoffsättigung bei 100%, Uhrzeit 14:15 laut Monitor …. alles perfekt!

 

Das mit der Sauerstoffsättigung wusste ich vorher noch nicht, habe mir schon Sorgen gemacht, und der Schwester vermittelt, dass ich mich nicht wohl fühle wenn mein Puls durchgehend auf 100 ist. Naja, woher sollte ich das auch wissen *g*

 

Das Schmerzmittel war der Hammer. Schwebend, wie auf einer Wolke, dennoch im Bett liegend und überhaupt keine Schmerzen. Nur Druck auf der „Blase“.

 

So ca. um 15 Uhr bin ich dann auch auf das Zimmer gebracht worden, wo mich meine Familie dann auch gleich besuchen kam.

 

Erstaunlicherweise war ich nach dieser drei-stündigen Operation geistig ziemlich fit. Nur körperlich sehr müde und geschwächt.


1-2 Tage vor der OP

Hallo meine Lieben!

 

Vor der Operation, die Aufregung und Nervosität steigen, und dann …

 

Die Ereignisse haben sich überschlagen!

Tja, nachdem der Termin für die stationäre Aufnahme für den 24. November 2013 angesetzt wurde, habe ich mich schon tags davor vorbereitet.

 

So aufgeregt und nervös war ich.

 

Dann kam alles anders …

 

Sonntag also mit der Familie ins Spital gefahren und erst einmal eine gefühlte Ewigkeit gewartet.

Nach dem Aufnahme-Prozedere, wurde ich schließlich doch noch nach Hause geschickt. Man sagte mir, dass meine OP einen Tag nach hinten verschoben worden war.

 

Klasse, konnte ich das nicht schon etwas früher erfahren?

 

Und so kam es, dass ich am Montag, ganz zeitig in der Früh, noch einmal mit meinem ganzen Zeug ins Krankenhaus gefahren werden musste.

 

Ihr müsst, wissen ich habe/hatte – wie auch immer – panische Angst vor Nadeln …

Die größte Angst im Zuge der OP hatte ich also vor dem Venflon.

 

Nochmals die Aufnahme-Prozedur über sich ergehen lassen und zwischendruch immer wieder warten. Als die Ärztin zu mir in den Aufenthaltsraum kam um mir den Zugang zu legen, ging es dann richtig los.

 

Ich saß, sie stach, mir wurde schlecht …

 

Glücklicherweise hatte ich ein Notbett in einem voll belegtem Zimmer, in das ich mich schon einmal legen konnte um die Bewusstlosigkeit abzuwenden.

 

Ich laufe des Tages versuchte ich mich etwas zu beruhigen, war schließlich sehr nervös, und zu schlafen.