Transgender


Alle heiligen Zeiten wieder ;-)

Hallo meine Lieben!

Es ist nun fünf Jahre her, seit dem ich meinen Weg angetreten habe und mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt habe.

Es gibt nicht viele, die sich so etwas zumuten würden. Man stelle sich vor, man wacht eines Tages auf und und trifft diese lebensverändernde Entscheidung.

Zuerst begibt man sich auf eine spirituelle Reise um sich selbst zu finden, dann sucht man sich Hilfe und bekommt diese durch diverse Fachkräfte. Anschließend zeigt man den eigenem Körper mal eben, dass er nicht mehr die lästigen Hormone produzieren soll, wie er es die letzten drei Jahrzehnte getan hat, sondern gibt ihm einfach ganz andere.

Der Körper beginnt sich zu verändern – die Gefühlswelt gleich mit.

Nach einem Jahr oder mehr, je nachdem wie weit sich der Körper auf alles eingestellt hat und was die Ärzte sagen, trifft man die nächste Entscheidung. Man geht gesund ins Krankenhaus, lässt mal eben Gliedmaßen teilweise entfernen, verbringt anschließend ein paar Tage in der Krankenanstalt und fährt dann mit einem ungewohnten Körperbereich und einem neuem Lebensgefühl nach Hause um dort noch ein paar Wochen im Bett zu verbringen. Schließlich heilt so etwas ja nicht von heute auf morgen.

Dann geht’s erst richtig los. Man versucht seinen Platz in der Welt zu finden.

Behörden, Ämter und sonstiges Umfeld machen es einem nicht gerade leicht. Oft werde ich am Telefon gefragt, ob ich wirklich ich bin. lol Na wer sollte ich denn sonst sein.

Ich nehm’s größtenteils mit Humor. Schließlich wissen es die Leute nicht besser.

Ich kann mich an eine Situation erinnern, da ist mir fast der Kragen geplatzt. Schon eine Weile her und ich kann nicht mehr genau sagen ob es bei der Post war, oder wo anders. Auf jeden Fall wurde ich gebeten mich auszuweisen. Ach jetzt weiß ich es wieder, es war irgendeine Wahl. Die vom Wahllokal wollten mich anscheinend ärgern.

Naja ich habe mich, wie jeder andere auch, zumindest wenn man darum gebeten wurde, ausgewiesen. Die Person vor Ort sah sich den Ausweis an, sah den Namen und das Foto, blickte zu mir hoch und sagte mir beinhart ins Gesicht „das sind doch nicht Sie“.

bam Kragen geplatzt!!!

Hab ihr dann mit einem irrsinnigen und wütenden Unterton meine anderen Ausweise/Karten/… auf den Tisch geknallt. Schließlich hat sie es mir dann doch geglaubt, oder war einfach nur eingeschüchtert.

Naja solche Geschichten erlebe ich häufig.

Allerdings gibt es derzeit drei Bereiche in meinem Leben in denen ich überhaupt keine Probleme habe und wenn ich so darüber nachdenke, auch eigentlich nie hatte.

Damit meine ich die Familie, meinen Arbeitsplatz und im Training.

Von allen werde ich so akzeptiert, wie ich bin und das finde ich wirklich toll.

Apropos Training hihi ich bin richtig rein gekippt. Oh man, Schlafen – Arbeiten – Training – Repeat lol

Es ist für mich der Ausgleich zum Berufsleben schlecht hin.

 

So, ich hatte vor heute mal ein wenig wieder über die letzten Jahre zu sprechen. Eigentlich habe ich ja nicht viel neues gesagt, dennoch finde ich es immer wieder interessant darüber zu schreiben. Ich lese mir selbst auch gerne meine alten Beiträge durch und schwelge in Erinnerungen. Verdammt war das bis hier her ein steiniger Weg.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich so wahrnehmen, wie ich es mir wünsche und die mich so akzeptieren wie ich bin. Weiters möchte ich zu verstehen geben, dass ich nur in Ausnahmefällen beiße, also, wenn ihr Fragen habt, dann schreibt oder sprecht mich an. Sollte mir etwas unangenehm sein, werde ich euch das schon sagen. Es kann auch passieren, dass ich euch keine Antwort geben möchte, beispielsweise bei einer viel zu persönlichen Frage. Traut euch einfach.

 

Nun mach ich aber wirklich Schluss für heute, habe genug geschrieben lach

XoXo eure Alex


Mein erstes Tattoo

Hallo meine Lieben!

Ja ich lebe noch. Leider ist es schon eine Weile her seit meinem letzten Beitrag, aber die Lust auf Informationsweitergabe und Teilen meines Alltags und meiner Gedanken ist geblieben.

Heute habe ich mir mein aller erstes Tattoo stechen lassen.

ProjectSemicolon

Der Strichpunkt oder auch Semikolon ist ein Satzzeichen an der Stelle, an welcher der Autor den Satz hätte beenden können, sich jedoch dagegen entschieden hat.

Der Autor bist DU und der Satz ist DEIN LEBEN!

 

Immer wieder hört und liest man von Menschen welche aus welchen Gründen auch immer, sich dazu entschlossen haben ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Sei es eine Behinderung, eine Krankheit, Homosexualität oder Transidentität.

Mit diesem Symbol, werde ich mich und andere daran erinnern, dass auch ich kurz vor dem Suizid stand, mich jedoch dagegen entschieden habe.

Es gibt auch ein offizielles Projekt Übersee und viele, wirklich viele Menschen, die dass ebenso sehen und es durch dieses Symbol zeigen. Hier spielt es keine Rolle ob man selbst betroffen ist oder Angehöriger oder Bekannter, man zeigt, dass man füreinander da ist.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meinem Tätowierer Daniel Straka (Body Action) bedanken, der sich wirklich Mühe gegeben hat.

 

Also, meine Lieben … bleibt taff und gebt nicht auf, ihr seid nicht alleine.

XoXo eure Alex


Alles für die Schönheit – Morgen ist es soweit!

Hallo meine Lieben!

Morgen ist es soweit, dann wird im Hauptabendprogramm des ATV die dritte Folge der Serie „Alles für die Schönheit“ ausgestrahlt.

Ich hoffe, ich habe mich gut angestellt lach

 

Zitat von der ATV-Seite der Serie:

Dagmar Millesi widmet sich heute in ihrer Kärntner Privatpraxis einem besonderen Fall. Die 31jährige Alexandra hat sich bereits vor über einem Jahr ihren Traum vom „normalen Leben“ erfüllt und kann seit einem genitalangleichenden Eingriff ihre wahre Identität als Frau leben. Jetzt soll ihr Körper im Brustbereich eine weiblichere Form annehmen. Eine Operation, bei der es um mehr geht, als nur um eine Brustvergrößerung. Alexandra setzt alle Hoffnung in Dagmar Millesis langjährige Erfahrung. Sie soll der sympathischen Niederösterreicherin das Idealbild weiblicher Brüste verpassen und ihr zu einem neuen Ich verhelfen.

Hier könnt ihr mehr über die Serie erfahren und auch verpasste Sendungen online, nachträglich ansehen.

XoXo eure Alex


45 Tage nach der Brustvergrößerung

Hallo meine Lieben!

6 1/2 Wochen ist es nun her, seit dem ich in Kärnten die Brustvergrößerung durchführen ließ. Mittlerweile geht es mir schon recht gut, abgesehen von meiner aktuellen Erkältung oder was auch immer mich gerade fertig macht. Aber auch damit werde ich zurecht kommen 🙂

Nun gut, wie ist es mir in den letzten Wochen ergangen …


Die Operation habe ich ja, wie bereits erzählt, gut überstanden. Doch über das Ergebnis konnte ich mich zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig freuen.

Wie bei meiner letzten Operation war die Anstrengung danach so einnehmend, wenn ich das so schreiben kann, dass ich einfach keine Lust hatte mich über irgend etwas zu freuen. Ich war nur froh, es geschafft zu haben und über die Tatsache, dass ich mich trotz meiner Nadelphobie wieder unters Messer gelegt habe.

Um ehrlich zu sein, die ersten Tage nach Kärnten, waren sehr schmerzhaft. Bettlägerig und kaum Kraft um mich aufzusetzen verbrachte ich so etwa drei Tage in meinen vier Wänden. Jede Bewegung war eine zu viel.
Manchmal hatte ich nicht einmal mehr die Kraft mich so aufzusetzen, dass ich mein Schmerzmittel einnehmen konnte oder aufzustehen um kurz für kleine Mädchen zu gehen.

Aber auch diese Zeit geht vorüber. Mit der Unterstützung der Familie, der hervorragenden Nachbetreuung von Dr. Millesi’s Team und ein bisschen Optimismus klappt auch das.

Links seht ihr ein kleines Bild von einer „neuen“ nicht gepushten Oberweite 😀

 

Die Wochen darauf habe ich mich dann wohl etwas übernommen.


Einerseits hatte ich fast wöchentlich einen Termin zur Kontrolle um den Heilungsprozess genau zu dokumentieren und Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Andererseits begann ich mit dem berufsbegleitenden Studium an der Fachhochschule Technikum Wien (Studiengang: Informations- und Kommunikationssysteme).

Dadurch dass mein Körper und mein Geist quasi in den letzten zweieinhalb Jahren kaum zu Ruhe gekommen sind, war das Studium in Kombination mit der Heilung nach der Operation sowie dem Fehlen der angemessenen körperlichen Entspannung in Form eines ausgiebigen Urlaubes, zu viel für mich.

Somit habe ich mich, schweren Herzens, dazu entschlossen das Studium wieder abzubrechen, noch bevor es zu weit fortgeschritten gewesen wäre.

Dennoch, Kollegen wurden Krank, Wetter ist überhaupt nicht beständig und mein Körper zeigte mir in Form von Krankheitssymptomen, dass ich doch lieber ein paar Tage zu Kräfte kommen und vor allem gesund werden sollte.

So liege ich jetzt zu Hause herum und langweile mich.

 

Die Gesundheit geht eben vor. Sie ist wichtiger als irgend ein Lebensziel zu erreichen. Studieren kann ich später auch noch!

 

Meine Haare wachsen auch was das Zeug hält, worüber ich sehr froh bin.
Da ich leider nicht so viele Haare bzw. keine dichte Frisur habe und meine Haare sehr fein sind muss ich das doch mit der Länge kompensieren. *g*

Ich hoffe nur, dass wird noch …

 

 

Zum Abschluss gibt es noch ein paar nette Fotos 😉

Ich wünsche euch Gesundheit und bleibt euren Zielen treu auch wenn ihr sie nicht sofort erreichen könnt.

Liebe Grüße, eure Alex

 


Das Gesundheitsministerium will Transgender unheilbar pathologisieren!

TransX fordert das Gesundheitsministerium zur Rücknahme der neuen Behandlungsrichtlinien für Trans*Personen auf.
 
Wien (OTS/TransX)1 – Nach den Krankheitsdiagnosen ICD und DSM besteht das T*Leiden aus der Divergenz von zugewiesenen und empfundenen Geschlecht. Wer sein Geschlecht zufrieden wechselt, ist nicht mehr krank. Das Gesundheitsministerium pathologisiert auch diese Personen. Nach den „Empfehlungen für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie bzw. Transsexualismus nach der Klassifikation in der derzeit gültigen DSM bzw. ICD“ muss schon im diagnostischen Prozess eine unheilbare Transsexualität prognostiziert werden.
 
Mehrere Stellen der Empfehlungen sind ebenso dilettantisch. Sie fordern Psy*s absurde Stellungnahmen ab, greifen in Bereiche des Innenministeriums ein und sind dank des Vorliegens internationaler Empfehlungen eine provinzielle Groteske. Österreichs Transgender brauchen keine Sonderbehandlung!
 
TransX fordert in einem offenen Brief Gesundheitsministerin Dr.in Sabine Oberhauser auf, die unter ihrem Vorgänger verfassten Empfehlungen zurückzuziehen und die internationalen Standards of Care auch in Österreich anzuerkennen.
 
www.transx.at, Behandlungsempfehlungen, Offener Brief, Online Petition, weitere Infos